DAS WILDRESERVAT (W.R.) “LA SIERRA”

Innerhalb des territorialen Geltungsbereiches der Hauptpopulation des Iberiensteinbocks, der im wesentlichen den westlichen Teil des Gebirgsmassivs der Sierra de Gredos bewohnt, hat die Regierung Extremaduras, mittels unterschiedlicher Anordnungen der Jahre 1985 y 1987, bestimme Gelände der Gemeinden Tornavacas, Guijo de Santa Bárbara, Jarandilla de la Vera, Losar de la Vera und Viandar de la Vera zum kontrollierten Jagtgebiet erklärt.


Diese dem Artenschutz unterlegene Jagtmethode hat der optimalen Populations- und Trophäenentwicklung des Iberiensteinbocks Vorschub geleistet. Während der ersten durchgeführten Zählung, erhoben durch das Amt für natürliche Umwelt, das dem kontrollierten Jagtrevier zugeteilt ist, wurde deutlich, dass lediglich 35 Exemplare des Iberiensteinbocks (geschlechts- und altersunabhängig) übrig geblieben waren. Eine zweite, 15 Jahre später durchgeführte und durch die Initiative der Regierung untermauerte Zählung, hat ergeben, dass ein substantieller Wachstum erfolgte, der sich sowohl in der Qualität des Individuums als auch in der Qualität der Trophäen widerspiegelt und somit die gesunde Wiederherstellung dieser Jagtspezies in der Region zulässt.


Bevor die Gültigkeit des deklarierten und kontrollierten Jagtgebietes beendet wird, mittels der damaligen Beschlussfassung, hat das Amt für Umwelt Ende 1999, zusammen mit der Regierung Extremaduras die Jagtnutzung innerhalb dieser Gebiete aufgehoben, sie jedoch weiterhin unter Aufsicht, bis eine Verkündung des endgültigen Schicksals der Nutzung zustande kommt. Nach Beurteilung der unterschiedlichen Alternativen verlangt die Mehrheit der Inhaber der Gebiete übereinstimmend von der Regionaladministration die Aufnahme eines Gebildes, das im Einklang mit den Werten des Gebietes steht, unter der Prämisse, dass der Erhalt der Spezies auf lange Hinsicht gesichert ist, gleichwohl die Bewohner der an die Sierra de Gredos angrenzenden Gemeinden spürbare Erträge erzielen können.

                                                                                                                                                                                                                              Croquis Reserva

 

Zur Anwendung kam das Gebilde des regionalen Wildreservats, gemäß dem am 21 Dezember verabschiedeten Artikel 15 des Gesetzes 8/1990, bezüglich der Jagt in der Region Extremadura, da es sich um das “Herzstück außergewöhnlicher Jagtmöglichkeiten, mit Beachtung seiner physischen und biologischen Ordnung, die an sich einzeln behandelt werden, mit der Absicht, anfällige Spezien zu fördern, erhalten, begünstigen und zu schützen.


Anhand des Dekrets 65/2001 des 2. Mai, durch welches das regionale Jagtreservat der in Cáceres de la Vera und Valle del Jerte liegenden Gemeinden “La Sierra” (D.O.E.Nº 52 des 08-05-2011) verkündet wurde, mit einer Fläche von 13.010 ha der Stadtgebiete Guijo de Santa Barbara, Tomavacas, Jarandilla de la Vera, Losar de la Vera und Viandar de la Vera, die sich letztlich in einer wünschenswerten Verbindung zwischen Qualitätsjagt, Aufrechterhaltung der natürlichen Umwelt und Instandhaltung der traditionellen menschlichen Nutzung verankert haben.


Die mit Hilfe von Ortofoto durchgeführten Ausmessungen belegen, dass die wirkliche Oberfläche 13.908ha beträgt. Diese lassen sich in TT.MM. einteilen, und je nach Eigentumverordnungen der nachfolgenden Form, die Einheit aller privater Eigentümer der Asociación de Propietarios de la Reserva de Caza La Sierra de Gredos de Extremadura:



GEMEINDE FLÄCHE (ha) PRIVATGERUNDSTÜCK ÖFFENTLICHER GRUND
TORNAVACAS 4.974,70 90,61% 9,39%
LOSAR DE LA VERA 3.116,95 0,00% 100,00%
VIANDAR DE LA VERA 1.789,38 100,00% 0,00%
GUIJO DE SANTA BARBARA 3.501,80 93,68% 6,32%
JARANDILLA DE LA VERA 525,21 68,96% 31,04%

Das neue Jagtgesetz 14/2010 der Region Extremadura sieht vor, den ursprünglichen Namen “Regionales Jagtreservat” in “Jagtreservat” umzubenennen.

 

NATÜRLICHE UMWELT

Das Jagtreservat “La Sierra” beherbergt bedeutende zutage tretende Granitfelsen und Gneise. Die hindernisreiche Orographie ist typisch für das Hochgebirge. Dem westlichen Sektor der Sierra de Gredos angehörend, ist seine Südseite vom Gipfel “El Cancho” mit 2.271 M. ü. d. M. (Grenze zwischen Viandar und Villanueva de la Vera mit der Provinz von Avila) bis zu Puerto de Tornavacas mit 1.274 ü. d. M. hoch gelegen. Der Höhenunterschied variiert stark, beginning bei 500 M.ü.d.M in der “Garganta de Cuartos (etwas höher gelegen der “puente de Cuartos”) bis 2.399 M.ü.d.M, die der Gipfel des Berges “La Covacha”, zweithöchster Berg der Region, darstellt. Die Klimatologie der Region ist dementsprechend kontrastreich, schwankend je nach Höhenlage, mit einem kalten Winter mit häufigem Schneefall während der Sommer nicht übermäßig heiß ausfallen.


Alle Gewässer des Jagtreservats gehören dem Einzugsgebiet des Tajos an, der die Gewässer durch Unterbecken der Flüsse Jerte und Tietar bezieht. Diese zwei Flüsse beziehen ihr Wasser aus vielzähligen Schluchten, wie beispielsweise der Schlucht “San Martín de los Infiernos”, nachdem diese ihren Zufluss aus der Garganta de la Sierra, der Garganta de Asperones sowie der Garganta del Hornillo erhält, und schließlich über die Jerte und den Tietar in die Garganta Jaranda und die Garganta de Cuartos münden.

 

Diese Eigenschaften machen es möglich, dass sich eine diverse Flora bilden kann, wie Wälder, die hauptsächlich durch laubabwerfende Spezies wie die Pyrenäen-Eiche, Kastanien, Vogelkirschbäume, Ebereschenunterhölzer, Dornbuschen und Farnkräutern, zudem existieren einige Wildkiefern und Schwarzkiefern, Waldufer mit Eschen, Erlen, Weiden und andere Spezies, die aufgrund ihrer Rarität botanische Reliquien darstellen. Darunter fallen die reichhaltig vorhandene Stechpalme, Birke und, noch seltener, die vom aussterben bedrohte Eibe, die spanische Ginsterart “Piornales” und “Codeso alpino, die in den höchsten Ebenen baumähnliche Gewächse ersetzt, die dort aufgrund der Erde und des Klimas nicht typgerecht wachsen können, zudem die iberische Hülsenfrucht “Cambriones”, Wacholder und die alpinen Weidengewächse oder Borstgräser, Enzian, Bergsafran und aus den vorhandenen Sumpfgebieten ebenfalls Heidekraut. Die endemische Präsenz ist sowohl in der Sierra de Gredos, der Schlund des Drachens als auch in der Centáurea avíale, bemerkenswert.

 

Fauna und Diversität der Ökosysteme des Ortes beherbergen reichhaltige Spezien-Vielfalt. In den Gewässern ist besonders die Forelle unter den Fischen sowie der Salamander unter den Amphibien hervorzuheben. Auf Land sind Reptilien wie die schwarzgrüne Echse oder die Stülpnasenotter heimisch. Unter den Vögeln macht die Präsenz der Wasseramsel, Eichelhäher, Goldamsel, Blaukehlchen, und zwischen den Raubvögeln des Hochgebierges der Steinadler und der Wanderfalke. Bei den Säugern, die nicht zur Jagt stehen, ist die Wildkatze, Ginsterkatze, der Hausmarder, Bisamrüssler und Otter die wichtigsten Spezies.


Neben Fauna, Hochjagt und der wichtigsten Spezie, dem Iberiensteinbock (Capra pyrenaica victoriae), sind der Hirsch, das Wildschwein und das zur Niederjagt zugehörige Rebhuhn, Kaninchen, Hase und die Ringeltaube hier heimisch.


Die Gelände, die einen hohen Jagwert besitzen, weisen ebenfalls einen hohen Naturwert auf, was durch die Deklaration dieser deutlich wird, große Teile des Terrains des Wildparks sind dem Naturpark “Garganta de los Infiernos” angehörig. Von den 6.800 ha, die das Naturschutzgebiet am TT.MM von Cabezuela del Valle, Jerte und Tornavacas umfasst, sind zwei Drittel des Terrains in den Wildpark integriert. Hinzu kommt, dass der Wildpark sich fast in seinem ganzen Ausmaß innerhalb des Gebietes von der “Sierra de Gredos und Valle del Jerte” (ES04320038) befindet, einem 74.269,31 ha großen Areal.

DIE LEITUNG

Umweltagenten und Jagtwächter, die eine der Hauptsäulen des Wildparks repräsentieren, übernehmen die Leitung des Jagtreservats, dabei verrichten sie ihre Arbeit im Hochgebierge, das, anders als der Rest des Gebietes unserer Autonomen Region über fast keine Zugangsstraßen- und Wege verfügt und Fußmärsche daher vonnöten sind, um die Gefälle von bis zu 1.200 M.ü.d.M zu bestreiten. Weiterhin erledigen sie Überwachungsarbeit, führen bei der Pirsch, entnehmen Proben entkräfteter Tiere und überwachen allerlei andere Jagthandlungen, Zählungen, Kontrollen sowie erledigen weitere, ihnen anvertraute Arbeiten.

 

Die Nutzung des Reservats setzt vorraus, dass zur Jagt der verschiedenen Arten, stets die Ersuche und Notwendigkeiten seiner Hauptspezies, dem Iberiensteinbock, auf den die Bekundung schließlich zurückzuführen ist, gewährleistet sind. Dieses Vorgehen wird durch jährliche Jagtnutzungsentwürfe bestimmt, die wiederum auf Jahreszählungen, der Durchsetzung des Vorjahresentwurfs und anderen technischen Erwägungen basieren, wie der Belastungsfähigkeit oder der Besatzdichte, die es erlauben, den Fangplan für jede Saison zu bestimmen.


Der Wildpark repräsentiert gegenwärtig eine wichtige Population des Iberiensteinbocks, der seine Maximalpopulation zwischen Winter und Frühjahr erreicht. Während der Sommermonate verringert sich die Population beträchtlich, was auf die kühlen Temperaturen am Nordhang des Gredos, der in der Provinz von Ávila und der Zunahme der Besatzdichte während dieser Periode zurückzuführen ist. Insofern hat die Umwelt zuständige Generaldirektio eine Vereinbarung mit der Mehrzahl der Besitzer des J.R. La Sierra ausgemacht, wobei das Hochweideland verpachtet wird, um dem Iberiensteinbock ein beinahiges Alleinnutzungrecht zu verleihen.

 

Auch wenn es möglich wäre, eine größere Kapazität des Wildes zu erreichen, ist diese nicht angemessen, da das Ziel eine optimale Qualität der Trophäen und ein guter gesundheitlicher Zustand der Population darstellt (es besteht ein Prüfbericht über den Gesundheitszustand der mittels eines Abkommens durch die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaftsamt, ländlicher Entwicklungsrat, Umwelt- und Energierat sowie die Einheit der Parasitologie und durch Parasiten übertragene Krankheiten der Veterinärischen Faktultät der der Universität der Extremadura) erarbeitet wird. Dieser verweißt auf mögliche Schäden an der Vegetation (die Existenz einiger botanischer Endemismen von großem Wert und Interesse sei hier nicht zu vergessen) und das Massensterben der Jungen aufgrund der feindlichen Lebensbedingungen des Hochgebierges.


Seit Beginn der Überwachung durch die UEX bis zum heutigen Tage wurden mehr als 30% der entkräfteten Tiere analysiert. Aus den Ergebnissen dieser Analyse kann man den Schluss ziehen, dass der Gesundheitszustand des Iberiensteinbocks des Reservats “La Sierra” akzeptabel ist, mit Ausnahme der Fälle, die eine gewisse sporadische und punktuelle infektiöse Krankhaftigkeit darstellen.


In jedem Fall werden wir weiterhin mit Interesse die Studien bezüglich der epidemiologischen Überwachung in Betracht ziehen, um frühzeitig die Kontrolle über diese eben genannten und, bei Notwendigkeit auch gegen andere übertragbare Krankheiten, zu behalten.


Das Kontingent der jährlichen Fänge ist, mit Blick auf die örtliche Qualitätsverbesserung, im Jahr 2013/2014 auf 92 Exemplare angewachsen (60 Rüden y 32 Weibchen), darunter fallen die Kompensationsabgaben an die Eigentümer der Grundstücke und das öffentliche Jagtangebot der Regierung Extremaduras. Die Jagtmethode verwirklicht sich mittels der Modalität der Pirsch, 30% des öffentlichen Jagtangebots der Regierung Extremaduras und der Rest als Kompensationsabgaben an die Eigentümer.

SAISON GENEHMIGUNGSNUMMER x KATEGORIE TOTAL
  A1 A2 B1 B2 H V  
2001/2002 10   7       17
2002/2003 10   5       15
2003/2004 6 6 6       18
2004/2005 10 5 5   6   26
2005/2006 10 6 7   6   29
2006/2007 15   10   25   50
2007/2008 13   10   27   50
2008/2009 16   14   30   60
2009/2010 16   17   36 2 71
2010/2011 17 2 18 5 42 2 86
2011/2012 20 10 18 2 42 2 100
2013/2014 10 26 22 2 32   92



TYPUS MERKMALE BEWERTUNG
RÜDE A1 RÜDEN >= ALTER 12 JAHRE MEHR ALS 235 PUNKTE IN GRÜN
RÜDE A2 RÜDEN >=ALTER 11 JAHRE AB 215 BIS 240 PUNKTE IN GRÜN
RÜDE B1 RÜDEN >=ALTER 9 JAHRE, KAUM ODER NICHT ENTWICKELT
FÜR SEIN ALTER, VORZUGSWEISE >ALTER VON 11 JAHREN
AB 195 BIS 220 PUNKTE IN GRÜN
RÜDE B2 RÜDEN >=ALTER 8 JAHRE, MINDESTENS 50%DES GEWEIHS FEHLEND BIS 195 PUNKTE IN GRÜN
IBERIEN STEINBOCKWEIBCHEN UNBESTIMMTES IBERIEN STEINBOCKWEIBCHEN -

 

Zuzüglich zu den Jagtgängen, innerhalb des Wildparks, realisieren das Landwirtschaftsamt, der ländliche Entwicklungrat, der Umwelt- und Energierat jährlich wichtige Infrastrukturinvestitionen und Verbesserungen des Habitats, wobei Tätigkeiten wie der Bau und die Instandhaltung von Hochgebirgspfaden- und Gehwegen, von Fußgängerbrücken und Viehwegen in den zahlreichen Schlunden, das manuell gefertigte Dickichtreisig, Berghütten, Angemessenheit der Bewässerungsgräben zur Instandhaltung des Weidelandes, etc gefördert werden. Eine dieser Investitionen macht das Interpretationszentrum des Wildreservats “La Sierra” in der Gemeinde Guijo de Santa Bárbara aus. Es lädt dazu ein, die natürlichen Werte des Reservats und seiner sinnbildlichen Spezies, dem Iberiensteinbockrüden, kennenzulernen. Es ist wahrscheinlich das einzige Interpretationszentrum über die Jägerei in Spanien. Ebenfalls ist die erst kürzlich verbreitete Publikation eines speziellen Buches, das über die Jagtspezies und das Reservat berichtet, dort zu sehen.


All diese Handlungen, infrastrukturellen Verbesserungen, Abgabeausgleiche, Forschungsabkommen, Jagthandlungen und die Eröffnung eines Interpretationszentrums tragen dazu bei, dass neben der Entwicklung der umliegenden Gemeinden auch Unterstützung für die Eigentumer, die Viehzüchter und lokalen Jäger geleistet wird und der Tourismus gefördert wird.